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U-21: Im Gespräch mit Adrian Knup

  • 07.10.2021

Adrian Knup, Sportlicher Leiter der Schweizer U-21, spricht im Vorfeld der EM-Qualifikationspartie gegen die Niederlande (Freitag, 8. Oktober 2021 um 19.00 Uhr) über den Start in die neue Kampagne, die Vorbereitung auf das bevorstehende Spiel gegen die Niederlande und den starken Teamspirit der U-21.

Herr Knup, die Kampagne ist im September mit zwei Siegen gegen Gibraltar erfolgreich gestartet. Nun steht der „Knüller“ gegen die Niederlande an. Was erwarten Sie für ein Spiel?
Natürlich ist gegen die Niederlande ein ganz anderes Spiel zu erwarten als gegen Gibraltar. Im September haben wir uns weniger auf den Gegner ausrichten müssen und uns mehr auf unsere Spielprinzipien konzentriert, was in dieser Phase der Qualifikationskampagne sehr wichtig war. Gegen die Niederlande und Bulgarien, die andere Kaliber als Gibraltar sind, soll uns das Vorteile erschaffen. Die Niederlande ist der stärkste Gegner unserer Gruppe. Sie wurden uns vom Topf 1 zugelost, auch die Resultate aus der jüngsten Vergangenheit bezeugen ihre gute Arbeit in der Nachwuchsförderung.  An der U-21-EM 2021 sind sie bis ins Halbfinale vorgestossen. Sie sind vergleichbar mit Frankreich, unser Gegner in der letzten EM-Qualifikation oder mit England, Kroatien und Portugal, unsere Rivalen an der EM 2021. Wir müssen eine Top-Leistung abrufen und bis ans Limit und darüber hinaus gehen, um gegen solche Gegner zu bestehen.

Wie zufrieden sind Sie mit der Vorbereitung auf das Spiel gegen die Niederlande?
Wir haben uns optimal auf die bevorstehenden Partien vorbereitet. Von der Planung und Organisation her konnten wir alles so wie erwünscht umsetzen. Das fing schon im Januar 2021 nach der Auslosung an, als wir erste strategische Entscheide treffen mussten, um die EM-Kampagne bestmöglichst zu planen.

Es ist also kein Zufall, dass man in einem ähnlichen Stadion und auf Kunstrasen spielt wie im November 2019 gegen Frankreich?
Nein. Die holländischen Spieler sind sich Kunstrasen weniger gewöhnt wie unsere Spieler die damit aufwachsen und auf dieser Unterlage teilweise auch in der Super- und Challenge League spielen. Entsprechend erhoffen wir uns Vorteile aus dieser Konstellation. Ebenso konnten wir uns in der Spielplan-Gestaltung durchsetzen, um jeweils das erste Spiel des Zusammenzuges in der Schweiz bestreiten zu können. Dies ermöglicht uns gleich zu Beginn der Woche 4-5 Tage bei optimalen Bedingungen arbeiten zu können, um uns bestmöglichst auf die bevorstehenden Ernstkämpfe vorzubereiten. Wir hoffen, dass es gegen die Niederlande auch ein Vorteil sein wird.

Wie haben Sie die Woche in Lausanne erlebt?
Sehr gut. Schon über die ganze Woche hinweg haben wir eine gewisse Vorfreude im Umfeld gespürt. Wir fühlen uns hier als Nationalteam in Lausanne sehr willkommen und konnten auf eine tolle Unterstützung der Stadt Lausanne und des Gastgebers FC Lausanne-Sport zählen. Nun freuen wir uns auf ein Spiel vor einer hoffentlich tollen Kulisse.

Unter der Woche hatte die Schweizer U-21 auch prominenten Besuch im Stade de la Tuilière…
Ja, im Verlauf der Woche hat eine A-Team-Delegation mit Murat Yakin und seinem technischen Staff, Pierluigi Tami und SFV-Präsident Dominique Blanc uns bei einem Training besucht. Das war sehr erfreulich. Es zeigt auch auf, wie eng wir mittlerweile mit dem A-Nationalteam zusammenarbeiten und wie sehr die Arbeit der U-21-Spieler und dem Staff wertgeschätzt wird.

Die aktuelle Generation der Jahrgänge 2000 oder jünger spielt erst seit Mai 2021 zusammen. Und doch scheint der Teamgeist der Gruppe schon sehr ausgeprägt zu sein.
Es ist uns, trotz kurzer Vorbereitungszeit gelungen, in kürzerster Zeit eine Einheit zu bilden. Ein sportlich sehr wichtiges Kriterium ist auch, dass alle Spieler momentan Spielpraxis auf einem hohen Niveau haben, was entscheidend ist, um gegen Teams wie die Niederlande zu bestehen. Auch dadurch kommen die Spieler mit positiven Gefühlen zur U-21, was wiederum zu einer guten Stimmung und zur Stärkung des Teamgeists führt. Unsere Spieler, ihr Umfeld und die Klubs haben verinnerlicht,  dass das U-21-Nationalteam eine wunderbare Plattform ist, um sich international zu beweisen und weiterzuentwickeln.


Die Partie kann im Livestream (SFV Play / srf.ch) und im TV (RTS 2 / RSI La 2) mitverfolgt werden.

Matchprogramm
U-21: Vorverkauf Schweiz - Niederlande



(SFV)

 

 

 

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